So fotografiere ich bei Nacht

Fotografie bei Nacht ist eine Sache für sich und gar nicht so einfach. Die Vollautomatik eurer Kamera würde natürlich immer blitzen wollen, was aber nur bis zu ca. 3m wirksam ist und wirksam heißt nicht unbedingt, dass es schön wird. Nein ganz im Gegenteil, verspiegelte Gesichter und Flächen und rote Augen sind oft das Ergebnis. Ein großer Blitz, wie zum Beispiel ein Canon Speedlite ist hier schon hilfreicher. Er leuchtet wesentlich weiter und auch „weicher“ aus. Wenn ihr dem ganzen dann noch einen Diffusor drauf setzt, wird das Licht schön weich und erzeugt sehr schöne Bilder. Hierzu wird es mal ein kleines Tutorial geben.

Eine weitere Möglichkeit Bilder bei Nacht zu machen, sind Langzeitbelichtungen. Diese erforden aber gewisses Wissen und ein gutes Stativ. Wenn ich Langzeitbelichtungen mache achte ich auf einen sehr sicheren Stand der Kamera und benutze einen Fernauslöser. Alternativ könnt ihr auch den Selbstauslöser benutzen, Hauptsache ihr berührt die Kamera im Moment der Auslösung nicht. Auch die Spiegelvorauslösung ist an dieser Stelle erwähnenswert und durchaus brauchbar, da auch der Spiegel beim Hochklappen die Kamera zum Wackeln bringen kann. Eine Spiegelvorauslösung erreicht ihr zum Beispiel durch den LiveView-Modus bei Canon. Ein weiteres Problem kann auch Wind darstellen, der eure Kamera minimal zum Wackeln bringt. Dagegen könnt ihr Wirken in dem ihr euer Stativ „verkleinert“ und somit den Hebel für den Wind verringert oder aber unten an das Stativ ein Gewicht hängt (z.B.: Fototasche) um das Stativ auf den Boden zu ziehen. Auch wenn es hier um LowBudget geht, sollte man nicht unbedingt am Stativ sparen. Spätestens bei Langzeitbelichtungen werdet ihr das bereuen wenn zum Beispiel schon ein unter der Brücke, auf der ihr euch befindet, fahrender LKW euer Bild verwackelt.

Habt ihr diese Punkte nun alle beachtet schaltet ihr in dem manuellen Modus eurer Kamera und gebt ihr zunächst eine Verschlusszeit vor, beispielsweise 20 Sekunden. Dann blendet ihr je nach Situation ab. Danach stellt ihr manuell scharf, zum Beispiel indem ihr versucht einen vorbeifahrenden Scheinwerfer scharf zu stellen. Ein wenig knifflig, ich weiß aber nach ein paar Testschüssen sitzt auch der Fokus. Ist das Bild nun scharf, könnt ihr euch an Verschlusszeit und Blende austoben. Habt ihr einen Fernauslöser? Prima, dann könnt ihr in der Verschlusszeiteinstellung BULB wählen. Der Verschluss öffnet sich beim ersten Druck auf den Auslöser und schließt sich beim zweiten Druck, dadurch könnt ihr auch Verschlusszeiten von 2 Minuten und mehr verwenden. Achtet aber darauf, dass das Bild nicht zu voll wird, das zerstört die Wirkung.

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