Bilder im Gegenlicht optimieren

Viele, deren Kameras noch keinen HDR-Modus hat, kennen das Problem bei Bilder im Gegenlicht; entweder ist der Vordergrund zu dunkel, oder aber der Hintergrund viel zu hell. Kein Problem, mit [php snippet=16] verschafft ihr euch ganz leicht Abhilfe.

Zunächst solltet ihr aber ein paar Kleinigkeiten bereits beim Fotografieren beachten. Dazu zählt wie immer, sofern möglich, im RAW-Modus eurer Kamera zu fotografieren. Hier habt ihr die meisten Freiheiten was das Bearbeiten angeht. Genauso wichtig ist das keine völlig über-, bzw. unterbelichteten Stellen im Bild sind. Das wären dann konkret Stellen, denen die Farbinformationen komplett fehlen. Da bringt euch die beste Software nix – nicht vorhanden ist nunmal nicht vorhanden.

Ich zeige euch das an einem relativ krassen Beispiel eines Sonnenuntergangs. Im Vordergrund ist das Feld schlecht zu erkennen und zu dunkel.Bilder im Gegenlicht optimieren

Fangen wir also so an, wie wir immer anfangen, mit dem Importieren des Bildes in [php snippet=16].

Bilder im Gegenlicht optimieren

Ist das Bild in [php snippet=16] importiert, so können wir uns direkt die „Ad-hoc-Entwicklung“ zu Nutze machen. Das ist im Prinzip eine grobe Entwicklung des Bildes, beschränkt auf das Nötigste.

Bilder im Gegenlicht optimieren

Gehen wir nun Stück für Stück vor und fangen beim Weißabgleich an. In diesem Fall eigentlich relativ klar, da wir bei Tageslicht fotografiert haben stellen wir diesen auf – richtig, Tageslicht! 😉

Bilder im Gegenlicht optimieren

Da unser Bild zum großen Teil unterbelichtet ist stellen wir Belichtung nach oben. In diesem Fall bedeutet der „Doppelpfeil“ eine Blende und der einzelne Pfeil eine 1/3-Blende. Ich habe mich für +1²/3 Blenden entschieden.

Bilder im Gegenlicht optimieren

Während wir die Belichtung relativ stark erhöht haben um das Feld besser zum Vorschein zu bringen wurde unsere Sonne noch heller und im Himmel mussten die Details und die Struktur dafür büßen – Das obere Drittel unseres Bildes ist im Prinzip nur noch ein weißer Streifen. Zeit uns das alles zurückzuholen.

Geht ganz einfach indem wir die Lichter stark verringern. Mit diesen Schaltflächen könnt ihr die hellen Teile im Bild abdunkeln oder aufhellen. Wir brauchen das hier ziemlich stark. Konkret heißt das hier -80 (4 x doppelter Pfeil nach links). Anders als bei der Belichtung wird hier logischerweise nicht mit Blenden gerechnet sondern mit einheitslosen Werten. Bei allem, abgesehen eben von der Belichtung, geht es von -100 bis +100. Wobei in der Ad-hoc-Entwicklung der „Doppelpfeil“ hier für +20, bzw. -20 und der einzelne für +5, bzw -5 steht.

Bilder im Gegenlicht optimieren

Schon sehen wir wieder einen Himmel mit Wolken und die Sonne hat ein schönes stimmiges Orange bekommen.

Gehen wir jetzt in unserer Entwicklung ein wenig nach unten, so lesen wir: „Tiefen„. Das ist eigentlich recht leicht erklärt, denn Tiefen sind im Prinzip der „dunkle Teil“ des Bildes, sprich das Gegenteil von „Lichter“. Wenn wir diese also verringern (Schaltfläche Pfeil nach Rechts) wird das Feld im Bild noch heller. Hier entspricht der Wert +25.

Bilder im Gegenlicht optimieren

Im letzten Schritt der Ad-hoc-Entwicklung habe ich den Kontrast noch um 20 angehoben. Das lässt Bilder immer ein wenig „knackiger“ wirken. Jedoch sollte man ihn sparsam anwenden, denn dadurch wirken Bilder schnell unnatürlich.

Bilder im Gegenlicht optimieren

Somit wären wir nun fertig mit der Ad-hoc-Entwicklung!

Gehen wir zum Reiter Entwickeln.

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Wer sich nun sagt, dass ihm die Einstellung in der Ad-hoc-Entwicklung ein wenig zu grob waren, der kann seine Werte in den Grundeinstellungen nun noch verfeinern.

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Um den Rahmen des Tutorials jedoch nicht zu sprengen, habe ich darauf verzichtet und bin direkt zu HSL / Farbe / S/W gegangen. Wenn wir unser Bild nun betrachten, dann hat sich schon einiges getan, nur die Farben sind mir noch ein wenig zu flau. Zeit die Sättigung ein wenig anzuheben. Ich mache das bewusst nicht bei den Gundeinstellungen, da ich dort die Sättigung für alle Farben gleichermaßen anhebe. Die Sonne zum Beispiel hat aber schon ein relativ sattes Gelb, welches ich nicht so sehr verstärken möchte, wie zum Beispiel das Orange im Himmel und auf dem Feld. Darum nehme ich diese Einstellungen wie folgt in dieser Palette vor:

Bilder im Gegenlicht optimieren

Fast fertig. Wer sich die Bilder genauer angesehen hat, während er das Tutorial gelesen hat, der hat bemerkt, dass der Horizont nicht hunderprozentig gerade ist, sondern einen leichten „Buckel“ macht. Das resultiert aus der kurzen Brennweite von 18mm und ist leicht zu beheben mit der Palette „Objektivkorrekturen„. Hier müsst ihr nur ein Häkchen bei „Profilkorrekturen aktivieren“ setzen und nicht nur der Horizont wird gerade, auch eine eventuell vorhandene Vignettierung wird beseitigt. Eventuell müsst ihr dazu noch euer verwendetes Objektiv aus der Liste auswählen.

Bilder im Gegenlicht optimieren

Noch ein kurzer Vorher-Nacher-Vergleich:

Bilder im Gegenlicht optimieren

Bilder im Gegenlicht optimieren

Ich hoffe ich konnte euch zeigen, wie einfach es ist solche Bilder im Gegenlicht zu optimieren und daraus etwas zu zaubern, was man gerne herzeigt 🙂

Viel Spaß beim Nachmachen, lasst mir gerne etwas Feedback da,

 

euer Karlheinz

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